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Social Recruiting: Vorteile, Maßnahmen und Strategien

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Social media concept.

Social Recruiting

Im 21. Jahrhundert sind Nachrichten nicht mehr morgens im Briefkasten, sondern auf dem Desktop oder auf dem Smartphone. Das gleiche Prinzip gilt auch für Stellenangebote. Die jungen Talente, die Unternehmen für ihre freien Stellen gewinnen wollen, blättern meist nicht durch die Inserate in der Tageszeitung, sondern gehen online. Für Recruiter bedeutet das, dass neue Wege eingeschlagen werden müssen, um gute Kandidaten zu finden. Einer davon ist Social Recruiting.

Unter dem Begriff Social Recruiting versteht man, kurz gesagt, die Nutzung der Reichweite und Kommunikationsmöglichkeiten von Social Media Plattformen für die Rekrutierung von Personal. Der Prozess der Rekrutierung baut dabei zum einen auf eine möglichst ansprechende Darstellung des eigenen Unternehmens  (z.B. Employer Branding oder mithilfe von Mitarbeiterempfehlungen) und des Karriereportals, zum anderen auf aktive Kontaktaufnahme zu potenziellen Kandidaten (Active Sourcing). 

Soziale Medien für die Personalgewinnung sind inzwischen sowohl bei Bewerbern als auch bei Arbeitgebern weitestgehend akzeptiert und wird gerade von jüngeren Generationen sogar erwartet. Sie erfordert allerdings eine klare Strategie und ein Umdenken bei den Mitarbeitern im Recruitment-Team.

Wie Social Media Recruiting neu definiert hat


Personalgewinnung über die sozialen Medien erfordert von den HR-Abteilungen der Unternehmen eine ganz neue Herangehensweise an die Aufgabe der Rekrutierung. Das bezieht sich zum Beispiel auf die Gestaltung der Internetpräsenz. Das Karriereportal muss technisch perfekt funktionieren, die Besonderheiten und Vorzüge des Arbeitgebers klar herausstreichen und auch regelmäßig mit neuen Inhalten bestückt werden. Employer Branding ist in diesem Zusammenhang das entscheidende Stichwort.
10 gute Gründe für Employer Branding liefert Ihnen auch dieser Artikel. 

Es bedeutet nicht nur, dass die Eigendarstellung als Arbeitgeber im Internet besonders wichtig ist; sondern auch, dass die Möglichkeit der Online-Bewerbung nahtlos in die gewählten Social Media-Kanälen wie z.B. Facebook, Twitter, LinkedIn oder XING integrierbar ist. Vor allem aber ändert sich beim Recruiting auf Social Media die Ansprache. Sie wird aktiver, weil hier die Option besteht, direkt auf mögliche Kandidaten zuzugehen und einen Dialog zu starten. Auf den Recruiter kommen damit mehr Aufgaben, aber auch ein größerer Handlungsspielraum zu.

Diese Plattformen eignen sich für Social Recruiting


Dass in den sozialen Netzwerken oftmals mehr Schein als Sein herrscht, ist allgemein bekannt. Daher sind Plattformen wie Tik Tok, Snapchat oder Instagram generell nicht unbedingt als Social Media Recruiting Kanäle zu empfehlen, obwohl auch dort für bestimmte Berufsgruppen gewisse Möglichkeiten bestehen. 

Auf jeden Fall sollten Personalbeschaffer, die im Social Recruiting aktiv sind, Trends und neue Entwicklungen möglichst im Auge behalten. Andere Plattformen dagegen erlauben es den Recruitern auch jetzt schon, sich zumindest ein erstes Bild von einem Kandidaten zu machen und auf dieser Grundlage aktiv auf vielversprechende Talente zuzugehen. Die meistgenutzten Social Media Recruiting Plattformen sind:

Social Media Apps Logotypes Printed on a Cubes
  • Facebook
  • LinkedIn
  • Xing
  • Twitter
  • YouTube

Jeder dieser Kanäle hat eine individuelle Ausrichtung und eine eigene Kultur des Umgangs miteinander. Das erfordert auch eine jeweils individuelle Herangehensweise der Recruiter.

Social Recruiting Strategien


Wer sich in den sozialen Medien auf die Suche nach neuen Talenten begeben will, sollte dieses Vorhaben nicht planlos angehen. Diese Art der Personalsuche erfordert einen genauen Plan und die Zuteilung von Ressourcen, um diesen Plan effektiv in die Tat umzusetzen. Die eigenen Kanäle in den sozialen Netzwerken müssen fortlaufend mit Inhalten gefüllt werden, bezahlte Kampagnen oder die Multiplikation über Influencer müssen vorbereitet und überwacht werden und die aktive Ansprache von möglichen Kandidaten muss koordiniert werden. Dabei muss man das jeweilige Umfeld betrachten. 

Karriere- und berufsorientierte Plattformen wie Xing oder LinkedIn bieten ohnehin bereits das richtige Umfeld für eine direkte Ansprache, die in diesen Netzwerken eher etwas formeller und in Sie-Form ausfallen sollte. Andere Social Media-Seiten wie Facebook erfordern in der Regel einen lockeren Umgangston. Allerdings hat die Präsenz von Kandidaten in diesen Netzwerken in aller Regel eher einen privaten Charakter und bei einer aktiven Kontaktaufnahme müssen Recruiter sich darüber im Klaren sein, dass sie hier in einen Bereich vordringen, der eigentlich vom Berufsleben getrennt ist.

Obwohl Social Recruiting also einiges an Vorbereitung und Hingabe erfordert, ist die Personalbeschaffung über die sozialen Medien dennoch der Weg in die Zukunft. Schon jetzt verbringen viele Menschen große Teile ihrer Freizeit in den sozialen Netzwerken und sie geben dort bereitwillig viel von sich preis. In dieser Tatsache liegt bereits einer der Vorteile des Social Media Recruiting. 

 

  1. Personaler können online schon einiges über einen Kandidaten erfahren, bevor sie ihn ansprechen. Bei LinkedIn und Xing sind häufig aussagekräftige Lebensläufe und die Darstellung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten in der bisherigen Karriere zu finden; Twitter ist eine Plattform, auf der Gedanken zu vielen aktuellen Themen gepostet werden und Facebook erlaubt oft einen Blick auf die Werte und Interessen eines Kandidaten.
  2. Davon abgesehen erlauben die sozialen Netzwerke eine kreative Eigendarstellung des Arbeitgebers, etwa mit Videos, Memes oder Bildern.
  3. Zudem können bestehende oder ehemalige Mitarbeiter und deren Präsenzen als Multiplikatoren eingesetzt werden. Mitarbeiter empfehlen mithilfe eines digitalen Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter Programms beispielsweise offene Stellen in ihrem Netzwerk,wodurch Recruiter auch den passiven Arbeitsmarkt erreichen. 
  4. Und nicht zuletzt erlauben es die sozialen Medien, die eigenen Botschaften recht genau auf die richtige Zielgruppe auszurichten, indem man zum Beispiel bei Facebook themenrelevante Gruppen nutzt oder bei YouTube einen eigenen Kanal einrichtet. So kann das Recruiting viel genauer und effizienter werden - auch wenn es den einen oder anderen zusätzlichen Schritt erfordert.
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